Friedrich Schiller

Die Verschwörung des Fiesco zu Genua


Ein Mann will nach oben
Premiere am 17.09.2010, Schauspielhaus
 

Unzufrieden mit der Tyrannenherrschaft sind in Genua fast alle, doch gibt es höchst unterschiedliche Vorstellungen davon, wer der neue Mann an der Spitze des Herzogtums sein soll. Gianettino Doria, der Neffe des aktuellen Herrschers, strebt danach, seinen Onkel im Amt zu beerben. Eine Gruppe Adliger um den Erzrepublikaner Verrina bringt sich gegen Gianettino in Stellung und lehnt jegliche Spielart der Diktatur ab.

Den jungen Fiesco reizt die Macht. Er schafft es, die Stimmung gegen Gianettino auf den Siedepunkt zu bringen und die meisten Adligen hinter sich zu scharen. Allein Verrina misstraut seinen Motiven. Fiesco bereitet die Ermordung Gianettinos vor und bändelt gleichzeitig mit dessen Schwester Julia an. Er probiert die verschiedenen Masken der Macht, täuscht und manipuliert alle in seiner Umgebung, Mitstreiter und Feinde. Ein Werkzeug für sein Spiel findet er in Muley Hassan, einem Sklaven, den er bei einem von Gianettino angezettelten Anschlag dingfest gemacht und abgeworben hat.

Die bösen Vorahnungen Verrinas scheinen sich zu bestätigen, als Fiesco durchblicken lässt, dass auch er als Tyrann über Genua herrschen und die Macht nicht teilen will. Verrina initiiert nun die Gegenintrige, um Fiesco aus dem Weg zu räumen.