Michael Cooney
Cash - Und ewig rauschen die Gelder
Das Sozialamt hat dich lieb | Boulevardkomödie
Wiederaufnahme
Besetzung
| Autor | Michael Cooney |
| Regie | Jürgen Lingmann |
| Bühne/Kostüme | Mathias Rümmler |
| Dramaturgie | Alexandra Engelmann (geb. Jacob) |
| Eric Swan | André Felgenhauer |
| Norman Basset | Michael Großschädl |
| Linda Swan | Katharina Dalichau |
| Mr. Jenkins | Michael Putschli |
| Onkel George | Joachim Berger |
| Dr. Chapman | Henning Strübbe |
| Sally | Sigrid Dispert |
| Mr. Forbright | Georg Strohbach |
| Brenda Dixon | Linda Riebau |
| Mrs. Cowper | Doris Dexl |
weitere Termine
Pressestimmen
Neuss-Grevenbroicher-Zeitung vom 14.11.2011
(…) Wir befinden uns auf dem Boulevard, und für diesen hat der englische Autor Michael Cooney ein Stück gezimmert, das vor Komik nur so kracht. "Cash – und ewig rauschen die Gelder" heißt es und lässt dem Boulevard-Komödienliebhaber wahrlich nichts zu wünschen übrig.
(…) In der Inszenierung von Jürgen Lingmann am RLT spielt André Felgenhauer Eric Swan mit genau der richtigen Mischung aus Schlitzohrigkeit und Verzweiflung. (…) Mit der Zeit ist Eric zum Experten geworden. Da ist kaum noch eine Lücke im Sozialstaat, die er nicht ausgespäht hat, kaum eine Chance, die er nicht wahrgenommen hat, um das Haushaltsbudget aufzubessern. Wohngeld, Altersrente, Familienbeihilfe, Zuschüsse für Zahnersatz, Witwenrente, Kindergeld, sogar Schlechtwetterausfälle und Schulmilch werden ihm finanziert. Und damit lebt der vor zwei Jahren arbeitslos gewordene Mann wie die Made im Speck. (…) Um an all diese Leistungen heranzukommen, erfindet Eric Menschen, die es gar nicht gibt. Just in dem Moment, als er beginnt, allem eine Ende zu bereiten und die erfundenen Untermieter sterben zu lassen, steht ein amtlicher Kontrolleur vor der Tür. Dieser gehört nicht gerade zu den ganz Hellen, und so ist dem Verwechslungs- und Vertuschungsspiel im Sinne des Wortes Tür und Tor geöffnet. (…)
Der Abend ist auf pures Vergnügen angelegt und funktioniert. Zumal da Lingmann sich ganz auf die Vorlage und das Können der Schauspieler verlässt. Auch geht er dabei nicht in die Falle, dem Dialogwitz mit eigenen Ideen noch eins draufzusetzen, was meistens schiefgeht und gerne in plumpen Klamauk mündet. Mathias Rümmler hat ihm die klassische Boulevard-Wohnung mit reichlich Türen und Treppen für Auf- und Abgänge gebaut; das Tempo stimmt und das Ensemble agiert mit Augenmaß. Einem aus diesem Kreis schaut man besonders gern beim Chaotisieren zu: Michael Großschädl als einzig realer Untermieter der Swans, der unversehens in das Täuschungsspiel hineingezogen wird, und mit großem Gespür für den trockenen Witz der Vorlage zum eigentlichen Antreiber der Geschichte wird.
Westdeutsche-Zeitung vom 16.11.2011
Londoner Kassenschlager „Cash“ wird im Rheinischen Landestheater vom Publikum umjubelt. (…) Wie in einer Tragödie geht es um ganz normale Menschen, die versuchen, mit einer außergewöhnlichen Situation fertig zu werden. Aber statt tiefgründiger Monologe bietet „Cash“ ein Feuerwerk von urkomischen Missverständnissen. und irrwitzigen Verwicklungen, so dass die gut zwei Stunden wie im Flug vergehen. Das Bühnenbild von Mathias Rümmler bietet eine würdige Kulisse für alles, was zuverlässig für Brüller sorgt und trotzdem überrascht: Da wird eine – in Wahrheit natürlich ganz lebendige – Leiche samt Leichensack über die Bühne gewirbelt, den Außenprüfer trifft der Blitz, und Untermieter Norman gibt sich im Fummel als Erics Frau aus. Kein Wunder, dass deren Eheberater (Henning Strübbe) einen größeren Notizblock braucht. Aber zum Schluss – das soll nicht verraten werden. Nur so viel: „Cash“ hat sich auch in Neuss als Garant für einen amüsanten Theaterabend erwiesen. Das Publikum dankte mit tosendem Applaus.
ZUM STÜCK
Neuss-Grevenbroicher-Zeitung vom 14.11.2011
(…) Wir befinden uns auf dem Boulevard, und für diesen hat der englische Autor Michael Cooney ein Stück gezimmert, das vor Komik nur so kracht. "Cash – und ewig rauschen die Gelder" heißt es und lässt dem Boulevard-Komödienliebhaber wahrlich nichts zu wünschen übrig.
(…) In der Inszenierung von Jürgen Lingmann am RLT spielt André Felgenhauer Eric Swan mit genau der richtigen Mischung aus Schlitzohrigkeit und Verzweiflung. (…) Mit der Zeit ist Eric zum Experten geworden. Da ist kaum noch eine Lücke im Sozialstaat, die er nicht ausgespäht hat, kaum eine Chance, die er nicht wahrgenommen hat, um das Haushaltsbudget aufzubessern. Wohngeld, Altersrente, Familienbeihilfe, Zuschüsse für Zahnersatz, Witwenrente, Kindergeld, sogar Schlechtwetterausfälle und Schulmilch werden ihm finanziert. Und damit lebt der vor zwei Jahren arbeitslos gewordene Mann wie die Made im Speck. (…) Um an all diese Leistungen heranzukommen, erfindet Eric Menschen, die es gar nicht gibt. Just in dem Moment, als er beginnt, allem eine Ende zu bereiten und die erfundenen Untermieter sterben zu lassen, steht ein amtlicher Kontrolleur vor der Tür. Dieser gehört nicht gerade zu den ganz Hellen, und so ist dem Verwechslungs- und Vertuschungsspiel im Sinne des Wortes Tür und Tor geöffnet. (…)
Der Abend ist auf pures Vergnügen angelegt und funktioniert. Zumal da Lingmann sich ganz auf die Vorlage und das Können der Schauspieler verlässt. Auch geht er dabei nicht in die Falle, dem Dialogwitz mit eigenen Ideen noch eins draufzusetzen, was meistens schiefgeht und gerne in plumpen Klamauk mündet. Mathias Rümmler hat ihm die klassische Boulevard-Wohnung mit reichlich Türen und Treppen für Auf- und Abgänge gebaut; das Tempo stimmt und das Ensemble agiert mit Augenmaß. Einem aus diesem Kreis schaut man besonders gern beim Chaotisieren zu: Michael Großschädl als einzig realer Untermieter der Swans, der unversehens in das Täuschungsspiel hineingezogen wird, und mit großem Gespür für den trockenen Witz der Vorlage zum eigentlichen Antreiber der Geschichte wird.
Westdeutsche-Zeitung vom 16.11.2011
Londoner Kassenschlager „Cash“ wird im Rheinischen Landestheater vom Publikum umjubelt. (…) Wie in einer Tragödie geht es um ganz normale Menschen, die versuchen, mit einer außergewöhnlichen Situation fertig zu werden. Aber statt tiefgründiger Monologe bietet „Cash“ ein Feuerwerk von urkomischen Missverständnissen. und irrwitzigen Verwicklungen, so dass die gut zwei Stunden wie im Flug vergehen. Das Bühnenbild von Mathias Rümmler bietet eine würdige Kulisse für alles, was zuverlässig für Brüller sorgt und trotzdem überrascht: Da wird eine – in Wahrheit natürlich ganz lebendige – Leiche samt Leichensack über die Bühne gewirbelt, den Außenprüfer trifft der Blitz, und Untermieter Norman gibt sich im Fummel als Erics Frau aus. Kein Wunder, dass deren Eheberater (Henning Strübbe) einen größeren Notizblock braucht. Aber zum Schluss – das soll nicht verraten werden. Nur so viel: „Cash“ hat sich auch in Neuss als Garant für einen amüsanten Theaterabend erwiesen. Das Publikum dankte mit tosendem Applaus.
ZUM STÜCK
Eric steckt in der Klemme: Seit zwei Jahren ist er arbeitslos, ohne dass seine Frau Linda auch nur das Geringste ahnt. Eigentlich kein Problem, denn Eric hat im Sozialsystem eine einträgliche Lücke entdeckt, die ihn finanziell absichert: Monat für Monat kassiert er Sozialhilfe im Namen seines Untermieters, der bereits vor Jahren ausgewandert ist. Doch einmal auf den Geschmack gekommen, erfindet Eric weitere lukrative Hausbewohner mit den unterschiedlichsten Ansprüchen an das Sozialsystem. Und so füllt er immer neue Antragsformulare aus, um die Segnungen des Sozialstaates empfangen zu können.
Es regnet Geldscheine in Form von Alters-, Invaliden- und Unfallhilfe sowie Schlechtwetter-, Kranken-, Wohn- und Kindergeld. Eric kennt sich in seinem komplexen System bald selbst nicht mehr aus und beschließt, seine „Gangsterkarriere“ zu beenden, bevor der Schwindel auffliegt. Doch es ist zu spät.Der Außenprüfer des Sozialamts steht bereits vor der Tür ...
Michael Cooney ist eine aberwitzige Komödie geglückt, die augenzwinkernd zeigt, dass die Liebe zum Geld nicht immer ein Segen ist.









