vorspiel

Friedrich Schiller

Die Jungfrau von Orleans


# Für Gott und Vaterland Klassiker


Dienstag, 04. April 2017, 20.00 Uhr
ca. 2 Stunden und 30 Minuten (eine Pause) | Schauspielhaus
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Besetzung
Autor Friedrich Schiller
Regie Bettina Jahnke
Bühne / Kostüme Ivonne Theodora Storm
Musik Christoph Iacono
Dramaturgie Reinar Ortmann
Johanna D'Arc Alina Wolff
Karl VII Philipp Alfons Heitmann
Agnes Sorel Katharina Dalichau
Philipp, Herzog von Burgund / Lionel Michael Meichßner
Dunois / Montgomery / Bertrand Christoph Bahr
La Hire / Talbot Stefan Schleue
Thibaut D'Arc / Du Chatel Joachim Berger
Pressestimmen

Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 06.03.2017

Mit der großgewachsenen Alina Wolff hat Jahnke die Rolle dieser streitbaren jungen Frau aus der Provinz, die mit ihrer unbändigen Kampfeslust alle überrollt, kongenial besetzt. […]
Neben Wolff ist nicht einer im Ensemble, der seine Figur nicht exakt beherrscht. Aus dem Herzog von Burgund macht Michael Meichßner einen aasig-süffisanten Intriganten, sein Lionel dagegen ist als Feldherr ein Wüterich, als Liebender voller Zartheit. Philipp Alfons Heitmann lässt seinen unsicheren Karl zum Staatsmann auflaufen. Christoph Bahr und Stefan Schleue als seine Getreuen können sich nur in Johanna, genauer: in das Bild, das sie sich von ihr machen, verlieben. Joachim Berger als Johannas Vater schwankt zwischen Rachsucht und Verzweiflung. Katharina Dalichaus Agnes ist eine etwas irrlichternde Geliebte des Königs, mal voller Neid auf Johannas Selbstbewusstsein und mal voller Zweifel an deren Selbstversagen in Sachen Liebe.

Helga Bittner

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Weitere Rezensionen unserer Theatertester finden Sie hier.

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Frankreich und England führen einen erbitterten, sich über hundert Jahre erstreckenden Krieg gegen-
einander. Die siegreichen Briten haben einen großen Teil des französischen Territoriums erobert. Dem rechtmäßigen französischen König bleibt nur der fortwährende Rückzug. Seine eigene Mutter hat sich von ihm abgewandt und ist, wie auch der mächtige Herzog von Burgund, mit dem Feind verbündet. Der Rückhalt des Monarchen in der Bevölkerung schwindet zusehends, die Finanzen sind erschöpft.
In dieser aussichtslosen Lage tritt ein junges Mädchen aus einfachen Kreisen auf den Plan: Johanna, Schafshirtin und Tochter eines Bauern, behauptet, den himmlischen Auftrag zu haben, Frankreich vor den Engländern zu retten. Die heilige Jungfrau Maria selbst sei ihr erschienen und habe sie dieser Mission geweiht. Der König ergreift den letzten Strohhalm und setzt Johanna an die Spitze seines Heeres. Sie vollbringt mit außergewöhnlicher Tapferkeit das Unwahrscheinliche und befreit die strategisch wichtige Stadt Orleans aus den Händen der Engländer. Die französischen Kämpfer fassen wieder Mut. Der von ihr angeführte Siegeszug führt nach Reims, wo der französische König endlich gekrönt werden kann. Doch das Blatt wendet sich: Johanna wird gefangen genommen und als Hexe und Gotteslästerin angeklagt.
Friedrich Schiller porträtiert eine Figur, die von einer höheren Mission angetrieben ist und damit ihre Umgebung polarisiert: Reißt sie die einen als Lichtgestalt mit, so wird sie von den anderen als dämonische Bedrohung bestehender Werte angesehen.

Wenn Sie mehr wissen wollen

Mit der historischen Jeannne D’Arc beschäftigt sich Barbara Sichtermann.

Zu Leben und Werk von Friedrich Schiller.

Der Originaltext im Friedrich-Schiller-Archiv.

Markus Metz und Georg Seeßlen zur postheroischen Gesellschaft.

Wie immer finden Sie in der Stadtbibliothek weiterführende [Literatur] cb-tm.de/notiz/download.php?id... zur Inszenierung.