Womit haben Kinder zu kämpfen?


Kinder kämpfen mit ihren eigenen Mitteln.
In der Trotzphase bieten Kinder alle Kraft, Lautstärke und Phantasie auf, um ihren Unmut zu äußern. Von der Klarheit und Authentizität in dieser Lebensphase kann so mancher Erwachsene nur träumen. Denn nie wieder kämpfen wir so spontan und impulsiv wie im Kindergartenalter.
Das tut auch DIE ZWEITE PRINZESSIN, die es ungerecht findet, ewig die Zweite sein zu müssen. Sie ersinnt eigenwillige Methoden, um Gleichberechtigung in Königsrangfolge und Familienleben zu erstreiten.

Im Grundschulalter steht das Lernen von Regeln und Normen im Mittelpunkt des kindlichen Alltags. Im Grimmschen Weihnachtsmärchen Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen hält sich der Jüngste an keine Regel. Er hat vor nichts und niemandem Angst. Wer sich aber nicht fürchten kann, dem fehlt eine wichtige Erfahrung, ahnt er. So zieht er mutig in die Welt, um zu lernen, was er am wenigsten kann. Mit der Angst stellt sich auch die Liebe ein, und der Kampf um ein Gefühl, das vielen unnütz erscheint, hat sich gelohnt.

In der Pubertät werden die Kämpfe globaler. Die vierzehnjährige Lia im Jugendstück 2050 – EIN TAG IM NOVEMBER kämpft um einen vernünftigen Umgang mit der Erde. Sie erfährt die Folgen der Klimakatastrophe, die wir heutigen Menschen mit unserer Umweltpolitik und Energieverschwendung ausgelöst haben. Lia versucht die Vergangenheit von der Zukunft aus zu verändern. Eine Welt voller Wüsten, Wasserknappheit und Stürme, findet Lia, kann verhindert werden – jetzt 2010!


Stefanie Schnitzler
Theaterpädagogin, Dramaturgin Kinder- und Jugendtheater [e]

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