Das kalte Herz
Das kalte Herz
Fotograf: Björn Hickmann / Stage Picture
Der Holländer-Michel (Pablo Guaneme Pinilla), Das Glasmännlein (Johanna Freyja Iacono-Sembritzki)
Das kalte Herz
Fotograf: Björn Hickmann / Stage Picture
Richard Lingscheidt (Tanzbodenkönig), Christoph Kammer (Musiker), Anna Lisa Grebe (Schlurkerin), Rainer Scharenberg (Ezechiel), Josia Krug (Peter Munk)
Das kalte Herz
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WEITERE BILDER

Rebekka Kricheldorf und Wilhelm Hauff

Das kalte Herz


#Geld macht sinnlich
Premiere am 16.09.2017, Schauspielhaus
 
Schauspiel mit Musik // Rebekka Kricheldorf nach Wilhelm Hauff


Samstag, 30. September 2017, 20.00 Uhr
ca. 2 Stunden und 10 Minuten (eine Pause) | Bürgerhaus Hürth, Hürth

Besetzung
Autor Rebekka Kricheldorf 
Wilhelm Hauff
Regie Bettina Jahnke
Bühne / Kostüme Juan León
Musikalische Leitung Henning Nierstenhöfer
Choreografie Richard Lingscheidt
Dramaturgie Alexandra Engelmann
Peter Munk Josia Krug
Barbara Munkin, Peters Mutter Hergard Engert
Glasmännlein Johanna Freyja Iacono-Sembritzki
Holländer-Michel Pablo Guaneme Pinilla
Ezechiel / Lisbeths Vater Rainer Scharenberg
Schlurkerin / Lisbeth Anna Lisa Grebe
Tanzbodenkönig / Amtmann Richard Lingscheidt
Musiker Christoph Kammer
Pressestimmen

deropernfreund.de, 17.09.2017

“ [Es] gelingt eine Dramaturgie, die zwei so hochspannende, wie höchst unterhaltsame Stunden lebendigen Theaters garantiert.
Großen Anteil daran hat ein Team junger Darsteller mit überragenden Talenten: feinsinnige, sprachliche Diktion, akrobatische Bewegungsfertigkeiten, tänzerisches Können und auch gesangliche Qualität. Fast über das ganze Stück, wenn gerade nichts Musikalisches läuft, kann man die sprichwörtlich Stecknadel fallen hören. So packend, so fesselnd und mitreißend kann Sprache heutzutage noch rüber kommen. Was für ein tolles Beispiel guter Sprechtheater-Dramaturgie.
Das Stück bleibt auch am nächsten Tag noch nachhaltig in der Erinnerung. Eigentlich kann ein Saisonauftakt besser kaum ausfallen.“
Peter Bilsing
Hier geht’s zum Opernfreund.

Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 18.09.2017

„[Bettina Jahnke] stilisiert die Märchenfiguren zu skurrilen Kunstwesen. […] Die Musiker Christoph Kammer und Henning Nierstenhöfer (auch Leitung) sind in dieser Inszenierung nicht weniger präsent als die Schauspieler. Die beiden rhythmisieren die Bearbeitung, spielen den Darstellern die Bälle zu oder nehmen sie von ihnen auf. Josia Krug ist ein Peter Munk, dem man anfangs aus lauter Mitleid in den Arm nehmen möchte, dann lässt er einem das Blut in den Adern gefrieren und schließlich will man ihn schütteln […].
Ob Hergard Engert als Peters Mutter, Richard Lingscheidt (Tanzbodenkönig, Amtmann), Anna Lisa Grebe (Schlurkerin, Lisbeth) und Rainer Scharenberg (Ezechiel, Lisbeths Vater): Sie alle geben ihren Figuren auf den Punkt genau, was Jahnkes Inszenierung verlangt - kalte Künstlichkeit oder warme Menschlichkeit. […] Juan Léon macht [das Glasmännlein] äußerlich zu einem herrlich schrägen Waldgeist, und Iacono-Sembritzki spielt so. Ein bisschen flirrig und flippig, genervt und lieb, im Ton wie in den Bewegungen […].“
Helga Bittner

Theater-WG, 17.09.2017

„Eine besondere Stärke dieser Inszenierung ist die Musik. […]Die Auswahl der Pop- und Schlagerklassiker ist ein spannender Schritt, dem Stück eine gewisse Frische zu verleihen. Die eigene Interpretation der teilweise passend gekürzten Lieder durch die Musiker und Schauspieler auf der Bühne gibt ihnen einen zum Stück passenden, einmaligen Charme.
Bettina Jahnke verziert ihre Interpretation von Das Kalte Herz mit überaus ansehnlichen Ideen, bringt ein Ensemble auf die Bühne, das überzeugend spielt und wagt es, zu experimentieren.“
Marius Panitz
Hier geht’s zur Theater-WG.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 20.10.2017

"Bettina Jahnke hat das Schauspiel mit schmissiger Musik, eindrucksvollem Gesang und Tanz variantenreich inszeniert."

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Weitere Rezensionen unserer Theatertester finden Sie hier.

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Peter Munk arbeitet tief im Wald als Köhler. Doch er ist mit seinem ärmlichen Schicksal unzufrieden. Als Sonntagskind hat er beim „Glasmännlein“, einem guten Waldgeist, drei Wünsche frei. Also will er immer so viel Geld in der Tasche haben wie der reiche Ezechiel und so gut tanzen können wie der Tanzbodenkönig. Den dritten Wunsch verweigert das Glasmännlein, denn Peter hätte sich besser den nötigen Verstand wünschen sollen. Dennoch ist er jetzt zu Reichtum gekommen und wird Besitzer einer Glasbläserei. Aber mehr und mehr Zeit verbringt er im Wirtshaus und verprasst dort sein Geld. Als ihm das Glasmännlein nicht mehr weiterhelfen will, verkauft er sein Herz an den dämonischen Holländer-Michel. Peters neues Herz ist aus Stein und er wird wieder reich, aber auch zynisch und hartherzig. Selbst die eigene Mutter fertigt er mit Almosen ab. Peter heiratet Lisbeth, das schönste Mädchen im ganzen Umkreis, die allerdings bald unter seiner Kälte und Gefühllosigkeit leidet. Erst als Lisbeth durch Peters Verschulden ums Leben kommt, befällt ihn Reue, und er versucht verzweifelt, sein Herz aus Fleisch und Blut zurück zu erlangen.

Wilhelm Hauff schuf 1827 mit diesem Kunstmärchen eine sehr heutige Kapitalismuskritik und Rebekka Kricheldorf spitzt sie in ihrer humorvollen und ironischen Bearbeitung noch zu: Statt verantwortungsbewusster Empathie regiert rücksichtsloser Egoismus die Welt.


Wenn Sie mehr wissen wollen

Das originale Märchen von Wilhelm Hauff können Sie hier nachlesen.

Eine ausführliche Biographie des Autors Wilhelm Hauff finden Sie hier.

Eine Kurzbiografie der Dramatikerin Rebekka Kricheldorf.

Folgende Lieder hören Sie in der Inszenierung in neuen Arrangements:

Wie immer finden Sie in der Stadtbibliothek weiterführende Literatur zur Inszenierung.