Biedermann und die Brandstifter
Biedermann und die Brandstifter
Fotograf: Björn Hickmann / Stage Picture
Stefan Schleue (Gottlieb Biedermann)
Biedermann und die Brandstifter
Fotograf: Björn Hickmann / Stage Picture
Johanna Freyja Iacono-Sembritzki (Anna), Stefan Schleue (Gottlieb Biedermann), Richard Lingscheidt (Schmitz)
Biedermann und die Brandstifter
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Biedermann und die Brandstifter
Biedermann und die Brandstifter
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Biedermann und die Brandstifter
WEITERE BILDER
vorspiel

Max Frisch

Biedermann und die Brandstifter



Premiere am 29.09.2018, Schauspielhaus
 
Schauspiel


Freitag, 12. Oktober 2018, 20.00 Uhr
ca. 75 Minuten (keine Pause) | Schauspielhaus
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Besetzung
Autor Max Frisch
Regie Reinar Ortmann
Bühne David Kreuzberg
 Marilena Büld-Weghenkel
Kostüme Alide Büld
Dramaturgie Marie Johannsen
Gottlieb Biedermann Stefan Schleue
Babette Biedermann Hergard Engert
Anna Johanna Freyja Iacono-Sembritzki
Schmitz Richard Lingscheidt
Eisenring Peter Waros
Pressestimmen

Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 01.10.2018
„Die beste Tarnung ist die Wahrheit. […] Reinar Ortmann inszenierte Max Frischs Klassiker „Biedermann und die Brandstifter“ schmucklos und klar. […] Das überzeugende Spiel der Darsteller, allen voran Stefan Schleue in der Titelrolle, macht aus dem Schulklassiker auf der Bühne einen faszinierend lebendigen Theaterabend.“
Claus Clemens

Theater-WG, 30.09.2018
„Wenn man sich also dafür entscheidet, eine Inszenierung nur auf den Text zu beschränken und hierbei auf sämtlichen technischen Schnickschnack zu verzichten, müssen Schauspiel und Bühne das Alleinstellungsmerkmal sein, das die Inszenierung ausmacht. Dies können wir der RLT-Version ohne zu zögern attestieren. Zu keiner Zeit entstehen Längen, auch, wenn man auf Effekthascherei aus den Boxen verzichtet. Die Schauspieler machen einen tollen Job und lassen das Lehrstück ohne Lehre sehr lebendig und mitreißend wirken.“
Marius Panitz

Halten Sie sich für einen guten Menschen?
Der ehrgeizige Geschäftsmann Gottlieb Biedermann jedenfalls schon - er hält sich sogar für einen sehr guten Menschen. Trotz der in der Stadt ihr Unwesen treibenden Brandstifter, kann Herr Biedermann einen finanziell armen, doch an überzeugenden Worten reichen Obdachlosen nicht einfach fortschicken. Trotz der berechtigten Warnungen seiner Frau Babette, ist der Haarwasserfabrikant nicht bereit, an seiner Entscheidung zu zweifeln. Selbst die neuerdings auf dem Dachboden lagernden Benzinfässer, die erstaunlich lange Zündschnur, der plötzlich auftauchende zweite Kamerad und dessen wiederholte Bitte um Streichhölzer können ihn nicht aus der Ruhe bringen - Herr Biedermann ignoriert die Beweislage geflissentlich.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache kürte „postfaktisch“ zum Wort des Jahres 2016 und beschreibt damit die erschreckende Entwicklung unserer Zeit: Entscheidungen oder Äußerungen beruhen nicht mehr auf nachgewiesenen Tatsachen, sondern rein auf Gefühlen - ein idealer Nährboden für aufstrebende, rechtspopulistische Parteien. „Jedermann weiß, was zu tun ist“, ruft der Chor warnend - doch dafür müssten Prinzipien überprüft und das eigene Verhalten überdacht werden.

Ein „Lehrstück ohne Lehre“ lautet der Untertitel zu Max Frischs Drama, das er 1948 zunächst in Form einer Prosaskizze mit dem Titel „Burleske“ veröffentlichte. Angesichts einer immer mehr in Frage gestellten liberalen Weltordnung bietet das Stück den nötigen Brennstoff, um nach wie vor die Brisanz des Texts zu begründen.

Max Frisch (1911-1991) war sowohl Schriftsteller als auch Architekt und gilt als einer der renommiertesten Schweizer Autoren. Neben Dramen wie „Andorra“ verfasste er die Romane „Stiller“, „Homo faber“ und „Mein Name sei Gantenbein“, in denen er den Grundfragen menschlicher Identität nachgeht. „Biedermann und die Brandstifter“ wurde 1958 uraufgeführt und gehört zu Frischs größten Erfolgen.


Wenn Sie mehr wissen wollen

Vor 60 Jahren uraufgeführt: "Biedermann und die Brandstifter"
Ein Feature von Deutschlandfunk Kultur.

Biedermann "brandaktuell"
Ein aktueller Artikel der Wochenzeitung "Die Zeit".

Wie immer finden Sie interessante Literatur zum Thema im Theaterregal der Neusser Stadtbibliothek (wird noch bekannt gegeben).